Kiel. Anfang August treffen sich traditionell die Vielseitigkeitsreiter auf dem Geländeplatz des Kieler Renn- und Reitvereines am Nordmarksportfeld. Drei verschiedene Strecken wurden erstellt. In der Klasse A* galt es, 16 Hindernisse zu absolvieren, die auf einer Strecke von 1535 Metern lagen. Als Bestzeit galt es hier, 3.25 Minuten zu schaffen. Die Teilnehmer der Klasse E hatten 11 Hindernisse auf einer Strecke von 940 Metern in einer Zeit von unter 2.21 Minuten zu schaffen.

Richtig gut lief es dabei für Annika Brauer vom RV Preetz und Umgebung. Mit ihrem Pony Ariba erhielt sie im E-Stilgeländeritt die Wertnote 8,0 und gewann die Abteilung für Reiter aus dem Jahrgang 1993 und älter. „Das Pony war immer sicher auf Linie, die Sprünge wurden bis auf eine Ausnahme immer ganz sicher eingebaut“, lobten die Richter. „Der Ritt war sehr rhythmisch und das Tempo gut gewählt. Die Reiterin hat ein sicheres Sitzfundament. Das war ein Ritt, genauso, wie wir da sehen wollen.“ Brauer konnte sich über einen Trainingstag vom Verein zur Förderung des Vielseitigkeitsreitens in Schleswig-Holstein und Hmburg freuen. Dabei liegt der Schwerpunkt der Reiterin eigentlich woanders: „Eigentlich mache ich Mounted Games und starte mit meinen Ponys bis zur Deutschen Meisterschaft“, erzählt die junge Frau. Trotzdem reite sie manchmal auch bei Vielseitigkeitsturnieren mit, mit Erfolg. „Ich bin auch nicht zum ersten Mal beim Geländeturnier in Kiel und starte hier gerne. Die Bedingungen für Pferd und Reiter sind gut.“

Sophia Dudda und Steendieks Cortina

Höchstnoten wurden auch in der Abteilung der jüngeren Teilnehmer vergeben. Gleich fünfmal gaben die Richter eine acht vor dem Komma. Mit einer 8,6 gewann Sophie Dudda vom Reit- und Fahrverein Gestüt Steendiek auf Steendieks Cortina. Dudda war nicht nur in dieser Prüfung erfolgreich. Auch den Geländereiterwettbewerb konnte sie für sich entscheiden. Hier hatte sie ihr zweites Pony Bel Ami gesattelt und erhielt eine 8,2. Die Tageshöchstnote war eine 8,7. Diese bekamen Sandie Carstensen (RuFV Südtondern Leck) und Mary King H für ihre Vorstellung im Stil-Geländeritt der Klasse A* für Reiter mit Ranglistenpunkten. In der anderen Abteilung sahen die Richter Anne Prüß (RV Waabs-Langholz) und Chioni R mit einer 8,2 vorne. Das Kieler Turnier war außerdem erstmalig eine Station des E- und A- Cups des Rosemarie-Springer-Preis. Diese Turnierserie wurde vom Verein zur Förderung des Vielseitigkeitsreitens in Schleswig-Holstein und Hamburg ins Leben gerufen, um Vielseitigkeitsreitern der Leistungsklassen 0-5 einen zusätzlichen Anreiz zu bieten. In den E- und A-Stilgeländeritten konnten dafür Punkte gesammelt werden.