Osdorf.  Am vergangenen Wochenende war in Osdorf die Geschicklichkeit gefragt: Der Pony-, Reit-, und Fahrverein Borghorsterhütten hatte zum Ringreiten eingeladen. Erstmalig auf der Reitanlage von Marc Petersen in Osdorf waren rund 30 Teilnehmer aus dem gesamten Dänischen Wohld und Schwansen am Start, um die Ringe zu stechen. „Ringreiten ist ein traditioneller Sport“, erklärt Max Theodor Rethwisch, der erste Vorsitzende des Reitvereins. „Früher wurden die Arbeitspferde unter der Woche auf dem Feld eingesetzt. Am Wochenende durften dann die Arbeiter mit ihnen zum Ringreiten. Das waren zu Beginn die Pferdeleistungsschauen.“

Unterteilt wurde das Ringreiten in drei Abteilungen: Auf einer Bahn versuchten sich die Erwachsenen, auf der mittleren Bahn die Jugendlichen und auf der dritten Bahn ritten die Kinder, die am Führzügel auf der Strecke begleitet werden durften. „Die Kleinsten dürfen sich aussuchen, ob sie im Schritt, Trab oder Galopp reiten wollten“, so Rethwisch. Beim Ringreiten kommt es darauf an, im Galopp auf einer vorgegebenen Bahn einen Ring zu stechen. Dabei dürfen sich die Teilnehmer aussuchen, ob sie mit einem kurzen Ringstecher oder mit einer Lanze an den Start gehen möchten. „Die Löcher sind hier in etwa so groß wie ein Zwei-Euro-Stück“, weiß der Reitervereinsvorsitzende. Beim sogenannten Königsstechen seien sie dann kleiner.

Mitmachen können beim Ringreiten übrigens alle Pferde und alle Reiter: „Hauptsache, sie sind in der Lage, ihr Pferd oder Pony im Galopp durch die Bahn zu reiten“, so Rethwisch. „Außer natürlich bei den Kleinsten. Bei ihnen haben wir unterschieden, in welcher Gangart, also Schritt, Trab oder Galopp, sie reiten und haben die zu vergebenden Punkte dementsprechend angepasst. So sah man beim Ringreiten in Osdorf verschiedene Vierbeiner vom kleinen Shetlandpony bis zum kräftigen und großen Kaltblut. Bei den Erwachsenen traf Svenja Petersen die meisten Ringe. In der Klasse der Jugendlichen gewann Annika Krause. Lia Luise Rüger hieß die Siegerin bei den Jüngsten. Für das nächste Jahr ist Rethwich überzeugt, dass es mehr Teilnehmer werden: „Unser Ringreiten war jetzt zum ersten Mal auf dem Hof von Marc Petersen. Wenn sich das rumspricht, dann melden sich nächstes Jahr mehr an.“